Die meisten Wohnungseinbrüche geschehen tagsüber – das ganze Jahr hindurch.

Erhöhtes Einbruchs-Risiko während der Urlaubszeit, Einbrecher kommen meist in der Nacht, die Haustür abschließen erhöht die Sicherheit? Zu Wohnungseinbrüchen gibt es so manche Irrtümer.

Alle vier Minuten wird in Deutschland in eine Wohnung eingebrochen. Doch wie hoch ist das Risiko, dass es einen selbst trifft? Aus aktuellen Statistiken lassen sich nicht viele Erkenntnisse gewinnen. Doch es gibt andere Quellen: Die Polizei in Köln etwa wertet die Wohnungseinbruchs-Fälle vor Ort seit Jahren für eine Studie aus. So manches, was man zu Wohnungseinbrüchen glaubt, entpuppt sich hier als Irrtum.

Urlaubszeit ist Haupteinbruchszeit? Nein

Allgemein warnt die Polizei, dass Einbrecher in der ‘dunklen Jahreszeit’, also zwischen November und März besonders aktiv sind. Der Grund: “Dunkle Häuser und Wohnungen laden Einbrecher ein”, warnt die Polizei.

Einbrecher agieren meist in der Nacht? Im Gegenteil!

Ungefähr 80 Prozent der Wohnungseinbrüche geschehen zwischen 8 und 22 Uhr. Bei Einfamilienhäusern steigen Täter besonders häufig zwischen 14 und 22 Uhr ein; in Mehrfamilienhäusern zwischen 12 und 20 Uhr, eben dann, wenn Bewohner meist nicht vor Ort sind.

Einbrecher sind an allen Wochentagen aktiv? Ja, aber an manchen Tagen häufiger

Freitag und Samstag sind nach Erkenntnissen der Polizei in Köln die Wochentage, an denen die meisten Wohnungseinbrüche begangen werden. “Die Gründe dürften in der Tatsache liegen, dass Wochenenden (beginnend mit Freitagmittag) häufig für Familienbesuche, Kinoabende und Ausflüge genutzt werden”, heißt es in der “Kölner Studie”. Doch das Risiko an anderen Wochentagen ist nicht viel geringer:”Einbrecher sind an allen Tagen der Woche aktiv”.

Ich brauche keinen Einbruchschutz, bei mir ist nichts zu holen? Das kann sich rächen

“Ob bei jemandem etwas zu holen ist, weiß ein Täter ja in der Regel nicht”, sagt Peter Werkmüller. Ist eine Wohnung einmal durchwühlt worden, nehmen das viele Geschädigte als Eingriff in ihre Privatsphäre wahr: “Das kann zum Trauma führen”. Oft seien die psychischen Folgen für Einbruchsopfer größer als der erlittene finanzielle Schaden.

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Die Haustür abzuschließen steigert die Sicherheit? Nein

Wenn in Mehrfamilienhäusern die Haustür abgeschlossen ist, können Unbefugte nicht so einfach hineinkommen. Dennoch raten Polizei und Feuerwehr davon ab, Haustüren abzuschließen – weil damit im Notfall der Fluchtweg versperrt wird. Auch viele Wohnungsunternehmen mahnen, die Haustür nicht zu verschließen. Man sollte vielmehr in Mehrfamilienhäusern darauf achten, dass die Haustür stets geschlossen ist (nicht verschlossen) und nicht unbeobachtet offen steht oder nur angelehnt ist.

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